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Lexikon der Marktforschung


Erläuterungen zu wichtigen Begriffen und häufig gestellten Fragen zu Marktforschung, Meinungsforschung und Trendforschung.

ABC-Analyse

 Ein Verfahren, um wichtige Klassen von Kunden oder Lieferanten zu identifizieren. A-Kunden sind jene, die zahlenmäßig die höchsten Umsätze erbringen (z.B. 20% der Kunden erbringen 80% des Umsatzes), B-Kunden erbringen geringere Umsätze, sind jedoch zahlenmäßig größer (z.B. 30% Kunden erbringen 15% Umsatz). Die C-Kundengruppe ist die zahlenmäßig größte Gruppe, erbringt jedoch den geringsten Umsatzanteil (z.B. 50% erbringen 5% Umsatz). (zum Gesamtverzeichnis)

AIDA-Regel

 AIDA ist die Abkürzung für Attention, Interest, Desire und Action. Diese klassische Vorstellung der Werbewirkung geht davon aus, daß vor der (Kauf)Handlung des Kunden dessen Aufmerksamkeit erregt werden muß, die dann zum aktiven Interesse und letztlich zum (Kauf)Wunsch führt. Die AIDA-Regel wurde ursprünglich für persönliche Verkaufsgespräche aufgestellt. Die Werbewirkungsforschung steht diesem Modell jedoch kritisch gegenüber, da es die psychologischen und sozialen Prozesse des Konsumverhaltens zu stark vereinfacht. (zum Gesamtverzeichnis)

Absatzkanal

 ist jener Weg, auf dem betriebliche Leistungen (Waren, Dienstleistungen) vom Produzenten zum Konsumenten gelangen. Üblicherweise geschieht dies über Absatzorganisationen, den Großhandel und den Einzelhandel. Rationalisierungsmaßnahmen und Preisdruck führen dazu, daß sich immer mehr Produzenten direkt an den Konsumenten wenden. Es ist abzusehen, daß die Vermarktungsmöglichkeiten via Internet diesen Trend, vor allem auch im internationalen Verkaufsfeld, verstärken und unterstützen. (zum Gesamtverzeichnis)

Absatzmarktforschung

 Teilgebiet der Marktforschung, das die Analyse der Absatzmärkte, i.d.R. die Endkonsumenten zum Inhalt hat. Die Absatzmarktforschung ist zu einem der wesentlichsten Gebiete der Marktforschung geworden. (zum Gesamtverzeichnis)

Bedarf

 entsteht, wenn ein vorhandenes oder erwecktes Bedürfnis durch vorhandene und freie Kaufkraft zur Nachfrage nach konkreten Produkten wird. Im Bereich der Marktforschung und des Marketings ist streng zwischen Nachfrage, Bedarf und Bedürfnis zu unterscheiden. (zum Gesamtverzeichnis)

Bedürfnis

 Bedürfnisse entstehen aus dem subjektiven oder objektiven Empfinden eines Mangels, einer individuell oder sozial geprägten Zielsetzung oder eines affektiven Wunsches. Teilbare Bedürfnisse können nach und nach befriedigt werden (z.B. eine Haushaltsausstattung). Unteilbare Bedürfnisse müssen vollständig erfüllt werden (z.B. der Wohnraum). Skalierbare Bedürfnisse können nach und nach in Steigerungen erfüllt werden (z.B. die Qualität von einzelnen Posten der Haushaltsausstattung). Zu unterscheiden sind ferner wirtschaftlich bedeutende und unbedeutende Bedürfnisse, wobei allerdings zu beachten ist, daß viele vormals wirtschaftlich unbedeutende Bedüfnisse durch entsprechende Produkte zu wirtschaftlich relevanten Bedürfnissen gemacht wurden. Die Bedürfnisse selbst lassen sich hierarchisch unterscheiden, siehe: Bedürfnishierarchie.
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Beschaffungsmarktforschung

 Teilgebiet der Marktforschung, welches sich mit den Beschaffungsmärkten für Rohstoffe, Halbzeug, Vorprodukte und Produktionsmittel beschäftigt. Die Beschaffungsmarktforschung ist für die strategische Planung und die Finanzplanung von wesentlicher Bedeutung. (zum Gesamtverzeichnis)

Consumer Conversion

 "Bekehrung" des Konsumenten vom gewohnten und habitualisierten Verbraucherverhalten zu neuen Produkten. Um ritualisiertes Konsumverhalten zu durchbrechen, sind übliche Werbestrategien nicht hinreichend geeignet. Ritualisiertes Konsumverhalten entsteht, wenn Konsum und soziale Bedürfnisse (im Sinne 'höherer' Ebenen der Bedürfnishierarchie) aneinander gekoppelt werden. Das Produkt wird zum Kultgegenstand sozialer Interaktionsrituale und somit Teil des Weltbildes und -verständnisses des Konsumenten. Eine 'Bekehrung' des Konsumenten kann nur unter bestimmten Voraussetzungen erfolgen: a) das alternative Produkt kann das alte Produkt höherwertig ersetzen, b) das neue Produkt verringert eine bestehende (oder geschaffene) kognitive Dissonanz beim Konsumenten, c) das alternative Produkt wird durch einen Paradigmenwechsel unterstützt. Aufgabe der Consumer Conversion ist es, geeignete Strategien unter Einbeziehung der sozialen Bedeutung des Konsums zu finden. Ein typisches Beispiel für ritualisiertes Konsumverhalten und daraus resultierende Konversionsprobleme ist der ritualisierte Alkoholkonsum, der in vielen verschiedenen europäischen Ländern zwar unterschiedliche Formen aufweist, im sozialen Kern jedoch vergleichbar ist. (zum Gesamtverzeichnis)

Diffusion

 Prozeß der Verbereitung von Innovationen und Inventionen am Markt. Der Diffusionsprozeß verläuft üblicherweise nicht linear, siehe Lebenszyklus. Diffusionsfördernde Faktoren sind vor allem Innovatoren und Opinion Leader. Der Diffussionsprozeß kann über verschiedene Arten der Preispolitik gesteuert werden, siehe: Abschöpfungs-Preispolitik und Penetrations-Preispolitik (zum Gesamtverzeichnis)

Gleichgewichtspreis

 bezeichnet jenen Preis für eine Ware oder Dienstleistung, bei der angebotene und nachgefragte Menge gleich sind. Der Gleichgewichtspreis ermöglicht den optimalen Mengenumsatz im Sinne des Anbieters. Der optimale Mengenumsatz fällt nicht notwendigerweise mit dem optimalen Kapitalumsatz oder Gewinn zusammen. Siehe auch: Abschöpfungs-Preispolitik. (zum Gesamtverzeichnis)

Inferiore Güter

 sind jene Güter, nach denen die Nachfrage bei steigendem Einkommen sinkt. Sie werden durch Superiore Güter ersetzt. Ein typisches Beispiel ist der sinkende Verbrauch billiger Nahrungsmittel bei gleichzeitig steigendem Verbrauch teurerer Nahrungsmittel. Die Relation des Verbrauches von inferioren zu superioren Gütern ist ein Hinweis auf den Wohlstand einer Population. (zum Gesamtverzeichnis)

Kaufkraft

 Es ist zwischen der Kaufkraft des Geldes (im Sinne der VWL) und der Kaufkraft der Personen zu unterscheiden. Die Kaufkraft des Geldes beschreibt die Menge an Gütern und Dienstleistungen, die pro Währungseinheit gekauft werden können.
Die Kaufkraft der Personen beschreibt diejenige Menge an Geldvolumen, die pro Person für den frei wählbaren Konsum zur Verfügung steht.

Kaufkraft = Einkommen + sonstige Erträge + Kredite - Sparvolumen - Zahlungsverpflichtungen - Kreditzinsen

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Kaufkraftanalyse

 die Erforschung der Kaufkraft von Populationen, bestimmten Personengruppen oder Marktsegmenten. Bei der direkten Kaufkraftanalyse werden dabei neben dem Einkommen vor allem auch die fixen Zahlungsverpflichtungen (Mieten, Kreditzinsen usw.) berücksichtigt.
Die indirekte Kaufkraftanalyse schließt dagegen von typischen Kaufkraftindikatoren auf die jeweilige Kaufkraft der Personen. Beide Verfahren haben Vor- und Nachteile. Der Vorteil der direkten Kaufkrafterhebung liegt in deren Exaktheit. Nachteilig wirkt sich dagegen die teilweise mangelnde Bereitschaft aus, über Vermögens- und Einkommensverhältnisse Bescheid zu geben. Ebenfalls nicht erfasst wird die Konsumbereitschaft der Personen. Der Vorteil der indirekten Kaufkraftanalyse besteht vor allem darin, dass besonders die tatsächliche Konsumbereitschaft berücksichtigt wird. Nachteilig hingegen ist, dass die ökonomisch rationale Kaufkraft nicht berücksichtigt wird. Daher kann es bei der Prognose der Kaufkraft mittels dieses Verfahrens zu Interferenzerscheinungen kommen.
Kaufkraftanalysen erfolgen zumeist stark regional differenziert, um bestimmte Zielgebiete auf deren Markteigung hin zu testen. (zum Gesamtverzeichnis)

Kaufkraftindikatoren

 sind typische Transferzahlungen, Inanspruchnahmen von Gütern und Dienstleistungen, welche die Kaufkraft und den Kaufkraftfluß beschreiben. Dazu gehören neben den Steuerleistungen vor allem typische Konsum- und Luxusgüter wie z.B. Nahrungsmittelverbrauch, Telefone, TV-Geräte, Videorekorder, Videokameras, Autos (unterteilt nach Wagenklassen) usw. (zum Gesamtverzeichnis)

Lebenszyklus

 Lebenslauf eines Produktes vom Zeitpunkt der Markteinführung an. Entscheidend für den Lebenszyklus ist einerseits die Dauer der Marktpräsenz, andererseits der Verlauf der Absatzmengen innerhalb dieser Zeitspanne. Üblicherweise werden vier Lebenszyklusphasen unterschieden:
1. Einführungsphase, typischerweise mit geringem Absatz bei hohem Preisniveau (vgl. Abschöpfungs- Preispolitik. Der typische Konsument dieser Phase ist der Innovator mit hoher Kaufkraft.
2. Wachstumsphase, mit progressiv steigendem Absatz bei reduziertem Preisniveau. In dieser Phase wird das Produkt vorrangig von den sog. Frühen Abnehmern erworben.
3. Reifephase mit zunehmender Sättigung des Marktes. Das Preisniveau sinkt kontinuierlich, auf Grund der absetzbaren Mengen und weitgehender Standardisierung der Gestehung ist jedoch noch eine akzeptable Gewinnspanne zu erzielen. Die typische Konsumentengruppe ist die sog. Späte Mehrheit, die dem Mitläufereffekt unterliegt. Dementsprechend ist auch mit Me-too-Produkten (vgl. Imitationsstrategie) zu rechnen.
4. Degenerationsphase, der Markt ist weitgehend gesättigt, die erzielbare Gewinnspanne ist gering. Üblicherweise kauft nun nur mehr die Kundengruppe der Laggards (Zögerer) respektive gegebenenfalls ein demographisch nachwachsender Bevölkerungsteil.
Diese idealtypische Darstellung variiert in der Praxis im mehreren Punkten: Erstens in der Phasenverschiebung zwischen dem Auftreten von Me-too-Produkten und der Reifephase, zweitens in den (kaufkraftabhängigen) Preisgestaltungserfordernissen und drittens im teilweise azyklischen Absatzverhalten einiger Produkte. Unabhängig davon ist zu beachten, dass jede Phase des Lebenszyklusses spezifischer Maßnahmen des Absatzes bedarf. (zum Gesamtverzeichnis)

Marktforschung

 Wissenschaftliche Methodik zur Analyse der verschiedenen Märkte (Absatzmarkt, Beschaffungsmarkt, Finanzmarkt, Arbeitsmarkt etc.), Güter (Rohstoffe, Investitionsgüter, Konsumgüter etc.) und Einflußgrößen (Bedürfnisse, Bedarf, Nachfrage, Angebot, Konkurrenz etc.) des Marktes. (zum Gesamtverzeichnis)

Nachfragefunktion

 Abhängigkeit, zwischen nachgefragter Menge und Preis eines Produktes. Normalerweise steigt die Nachfrage mit fallendem Preis überproportional an. (zum Gesamtverzeichnis)

Panel-Umfragen

  Umfragen innerhalb einer konstanten Gruppe von Personen mit dem Ziel entweder mögliche Veränderungen des Meinungsbildes festzustellen oder durch Kombination von mehreren aufeinander folgenden Befragungen einen vertieften Einblick in die Meinungs- und Verhaltenszusammenhänge zu erhalten. Inhalte von Panelumfragen sind vor allem Einkaufs- und Konsumgewohnheiten sowie Einschätzungsfragen zu politischen oder wirtschaftlichen Entwicklungen. Typische Panelgruppen sind Verbraucherpanele, Einzelhandelspanele, Großhandelspanele. (zum Gesamtverzeichnis)

Repräsentativität

  Begriff der Statistik, bezeichnet die Gültigkeit einer durch eine Stichprobenauswahl getroffenen Aussage für die entsprechende Grundgesamtheit. (zum Gesamtverzeichnis)

Stichprobe

 zufällige oder nach bestimmten Kriterien getroffene Auswahl aus einer Grundgesamtheit. Ziel der nach bestimmten, statistischen Regeln zu treffenden Stichprobenauswahl ist es, repräsentative Aussagen über die Grundgesamtheit zu treffen. Stichproben werden in der Marktforschung, in der Meinungsforschung und der Wahlforschung gezogen, da sie gegenüber Totalerhebungen kostengünstiger und weniger fehleranfällig sind. (zum Gesamtverzeichnis)

Superiore Güter

  sind Güter die bei steigendem Wohlstand verstärkt nachgefragt werden. Bei reduziertem Wohlstand sinkt die Nachfrage nach superioren Gütern überproportional. In der Praxis ist allerdings zu beobachten, dass sich die Nachfrage nach superioren Gütern nicht mehr in der beschriebenen, klassischen Weise verhält. Vielmehr zeigen sich Konsumenten immer mehr bereit superiore Güter auch dann zu erwerben, wenn die Einkommensverhältnisse dagegen sprechen (durch Kreditkauf u.ä.). Darin ist ein Grund zu sehen, dass die Nettoverschuldung der Haushalte kontinuierlich zunimmt. (zum Gesamtverzeichnis)

Systemanalyse

 allgemeine Bezeichnung für Verfahren für die wissenschaftlichen Untersuchungen von Systemen, insbesondere in Hinblick auf deren dynamische Prozesse. Intentionsgemäß ist die Systemanalyse über die deskriptive Beschreibung von Systemelementen hinaus primär an den internen und externen Wechselwirkungen, Prozessabläufen und Regelnetzwerken eines Systems orientiert. Aus dieser Intention ergibt sich auch ihre Eignung für Prognosen. (zum Gesamtverzeichnis)

Szenariotechnik

 Methodik zur bedingten Prognose von Entwicklungen auf Basis empirischer und mathematischer Modelle. Die ursprünglich von H. Kahn entwickelte Methode zielt auf die langfristige Prognose dynamischer Systeme. Zu den wichtigsten Annahmen zählen, dass Entwicklungen nicht in beliebiger Variation (chaotisch) innerhalb einer möglichen Streubreite erfolgen können, sondern auf Grund der dem System immanenten Regeln und Prozessen vorwiegend in einer begrenzten Zahl von Szenariokorridoren stattfinden. Diese Szenariokorridore stellen einander ausschließende Entwicklungsalternativen dar. In operationaler Hinsicht ermöglichen sie eine praktische Eingrenzung erforderlicher Handlungen, um bestimmte Szenarien zu erzielen oder zu vermeiden. (zum Gesamtverzeichnis)

Trend

  bezeichnet allgemein den zeitlich messbaren Verlauf einer Entwicklung in einer bestimmten Richtung. In wirtschafts- und sozialwissenschaftlicher Hinsicht sind Trends Veränderungen des Werte- und Verhaltensgefüges der Gesellschaft. In der Marktforschung wird damit die Veränderung und Entwicklung des Konsum- und Verbraucherverhaltens bezeichnet. Der im allgemeinen Gebrauch eher undifferenziert verwendete Trendbegriff hat durch die Systemtheorie und Systemanalyse eine präzise Begriffsdefinition erhalten. Demnach sind insgesamt fünf verschiedene Trendtypen hinsichtlich ihrer Dauer, Ursache und Auswirkung zu unterscheiden. Diese Präzisierung ist vor allem für das Marketing und Trendmanagement von Bedeutung. (zum Gesamtverzeichnis)

Trendforschung

  Sammelbegriff für wissenschaftliche Verfahren, die der Erforschung von sozialen und ökonomischen Entwicklungen dienen. Primäre Ziele der Trendforschung sind vor allem: a. die Beschreibung von Trends, b. die Prognose c. die Erstellung von Szenarien und d. die Analyse von den Trends zugrunde liegenden Gesetzmäßigkeiten zwecks Steuerung derselben. Methodisch unterscheidet sich die Trendforschung in vier Hauptrichtungen: 1. Die feuilletonistische T. erhält ihre Erkenntnisse vorwiegend aus Inhaltsanalysen von Printmedien und Beobachtungen von Peer-Groups. 2. Die demoskopische T. benüzt als Instrumentarium vorwiegend Umfragen und Beobachtungen bei Innovatoren. 3. Die mathematische T. beruht auf der mathem. Ableitung von Entwicklungen der Vergangenheit und deren Extrapolierung in die Zukunft. 4. Die empirische T. beruht auf den Erkenntnissen der Systemanalyse und analysiert im Vorfeld von Prognosen und Szenarien, die den Trends zugrundeliegenden Gesetzmäßigkeiten. Grundlage der empirischen Trendforschung sind ökonomische, soziale, demographische und demoskopische Daten, welche mittels multivariater Verfahren auf Kausalitäten und Koinzidenzen überprüft werden. Aus diesen Erkenntnissen wird ein Modell erstellt, auf dessen Basis Prognosen und Szenarien errechnet werden. Der vergleichsweise hohe Aufwand der empirischen Trendforschung macht sich neben der so zu erzielenden Prognosegenauigkeit vor allem durch die erzielbare operationale Flexibilität für das Trendmanagement bezahlt. (zum Gesamtverzeichnis)

Trendmanagement

  Element des Marketing, welches darauf abzielt a. für den Unternehmenserfolg relevante Trends frühzeitig zu erkennen und dementsprechend zu agieren und b. durch geeignete Produktinnovationen Trends zu setzen, um so die First-Mover Vorteile zu nützen. (zum Gesamtverzeichnis)

Trendmarktforschung

  Spezialgebiet der Trendforschung, welches sich insbesondere mit der mittel- und langfristigen Entwicklung der Märkte befasst. Methodisch werden dabei die Verfahren der Trendforschung eingesetzt, d.h. das gesamte Spektrum der sozioökonomischen Entwicklung wird systematisch untesucht und analysiert. Der operative Fokus liegt bei der Trendmarktforschung jedoch auf der Prognose der quantitativen und qualitativen Entwicklung ausgesuchter Märkte. (zum Gesamtverzeichnis)

Universalien

  kulturunabhängige, gemeinsame Züge des menschlichen und kulturellen Verhaltens. Obgleich die Universalien eher allgemeiner Natur sind, gewinnen sie vor allem durch die fortschreitende Globalisierung, insbes. durch Medien, verstärkt an Bedeutung. (zum Gesamtverzeichnis)

Verkäufermarkt

  Markt, auf dem die Nachfrage das Angebot übersteigt. Dadurch kann bei minimalem Einsatz (Werbung, Vertrieb) maximaler Umsatz bei hohem Preisniveau erzielt werden. (zum Gesamtverzeichnis)

Warenkorb

  Zusammenstellung von Gütern, welche die Lebensführung eines privaten Haushaltes repräsentieren sollen. Der Warenkorb dient der Berechnung des Index der Lebenshaltungskosten. (zum Gesamtverzeichnis)

Warentypologie   Segmentierung von Waren nach absatzrelevanten Kriterien. Insbesondere werden damit neben den Eigenschaften der Waren an sich, deren Bedeutung für den Konsumenten erfasst. Zu den wichtigsten Typologien zählt die Einteilung nach der Güterklasse (Investitionsgüter, Konsumgüter, Gebrauchsgüter, Verbrauchsgüter), nach den Bedarfsformen (Grundbedarf, Standardbedarf, gehobener Bedarf, Luxusbedarf), nach dem technologischen Einsatz (Low-Tech Güter, Mid-Tech Güter, High-Tech Güter) und nach der Art des Konsums bzw. Verbrauchs (z.B. Convenience Güter, Impulsgüter, Shopping-Güter, Lifestyle-Güter). (zum Gesamtverzeichnis)

Zeit-Bewegungsstudie, Kundenforschung

  ursprünglich von der Arbeitswissenschaft entwickeltes Verfahren, bei dem die Bewegung von Personen in einem Raum aufgezeichnet und analysiert wird. Wird von der Marktforschung dazu verwendet, um Kundenstöme zu analysieren und zu optimieren (bessere Nutzung der Verkaufsräume, kürzere Wartezeiten an den Kassen etc.) (zum Gesamtverzeichnis)

Zielgruppen

 Teilgruppen des Gesamtmarktes, die für den Absatze eines Unternehmens allgemein, für spezifische Produkte oder verkaufsfördernde Maßnahmen von Interesse sind. Zielgruppen werden durch die Marktforschung in Hinblick auf Bedarf, Bedarfsvolumen und Bedarfskomplexe hin untersucht. Die Identifizierung von Zielgruppen erfolgt entweder durch klassische Merkmale (Wohnort, Einkommen, Bildungsstand, soziale Schicht, Alter etc.) oder durch verhaltens- bzw. lebensstilspezifische Kriterien. Ziel der Untersuchung von Zielgruppen ist die Feststellung von zu erwartendem Absatz, Marktvolumen, der spezifischen Kaufkraft und der optimalen Preisgestaltung. (zum Gesamtverzeichnis)

Zufallsauswahl

  (siehe auch Repräsentativität) bedeutet, dass bei der Auswahl einer Stichprobe jedes Mitglied einer bestimmten Bevölkerungsgruppe mit gleicher Wahrscheinlichkeit berücksichtigt wird. (zum Gesamtverzeichnis)

Zukunftswerkstatt

 unrsprünglich von R. Jungk erdachtes Verfahren, um Zielvorstellungen zu formulieren und in konkrete Handlungsstrategien unter Einbeziehung von Entwicklungszenarien umzusetzen. Der Vorteil dieser Methode beruht darauf, dass sie ein allgemein akzeptierbares Forum bieten kann, in dessen Rahmen sich alle Betroffenen und Teilnehmer engagieren können. Bestehende Kritikpunkte kommen dabei ebenso zur Geltung wie Phantasie und Kreativität. Dadurch können leichter Wege für einen allgemeinen Konsens gefunden werden und Optionen eines erfolgversprechenden Handelns können aufgezeigt werden. (zum Gesamtverzeichnis)